Am Abgrund der Bilder

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Am Abgrund der Bilder
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Gewalt, so schreibt der französische Philosoph Jean-Luc Nancy, sei „diesseits der Macht und jenseits der Tat.“ Was kann damit gemeint sein? Die Sendung erkundet das Spannungsverhältnis von Gewalt der Wahrheit und Wahrheit der Gewalt. In einem ersten Teil knüpft sie an die vor ca. einem Jahr ausgestrahlte Sendung “Immunität der Kunst” an, um weiter von einem aktuellen FWF PEEK Forschungsprojekt zur kritischen Aufarbeitung der Geschichte der Mühl Kommune [AR 568] zu berichten und anhand einer Forschungsinstallation dieses Projektes die Frage nach Gewalt im Kontext von Kunst weiter zu verfolgen.

Soundeinspielungen aus: Manopsychotisches Ballett, Oh Sensibility (1970)
Bach Kantate BWV 199 “Mein Herze schwimmt im Blut”, Fuge Dorisch für Streicher und Basso continuo nach BWV 538, Christine Schäfer, Berliner Barock Solisten 2013

Gesendet 10.11.2021

Freud ist nicht zuhause – die Psychoanalyse ist da

Philosophische Brocken
Philosophische Brocken
Freud ist nicht zuhause – die Psychoanalyse ist da
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Was können wir sehen und was suchen wir, wenn wir an Orte pilgern, die Abwesende und Abwesendes zeigen? Was versprechen wir uns von diesen Begegnungen, die nie direkt, sondern über die Umwege unserer Imagination möglich sind?

Freud ist nicht zuhause, ist eine Sendung von Andrea Adelsburg und Elisabeth Schäfer. Wir haben uns für diese Sendung mit dem Wunsch, das Nicht-mehr-Einholbare, das Abwesende „aufzusuchen“ – was so viel heißt, wie es immer wieder zu verfehlen und weiterzusuchen – beschäftigt. Wir waren zu Besuch im 2020 neu eröffneten Sigmund Freud Museum, ein Ort, der dazu anregt sich mit den Geheimnissen dessen auseinanderzusetzen, dessen Hauptmerkmal das der Abwesenheit ist. Wir haben mit der Direktorin des Freud Museums, Monika Pessler, und der wissenschaftlichen Leiterin, Daniela Finzi, gesprochen, sowie mit Esther Hutfless, der Kuratorin der Sonderausstellung “Die unendliche Analyse: Psychoanalytische Schulen nach Freud.” Und wir haben das Licht an einem Februarvormittag durch die Fenster einer Wohnung fallen sehen, die zur Ausgrabungsstätte wurde.

Gesendet am 17.2.2021